Vorsicht beim Tablettenschlucken


Wechselwirkungen mit Lebensmitteln
Vorsicht beim Tablettenschlucken
Corbis Photography/ veer. com
Medikamente immer mit einem großen Glas Leitungswasser einnehmen. Andere Speisen und Getränke beeinflussen die Wirkung.

Wer täglich Medikamente einnimmt, muss dies meist vor oder nach den Mahlzeiten tun. Doch viele Lebensmittel vertragen sich nicht mit den Arzneien und schwächen oder verstärken deren Wirkung. Welche Speisen und Getränke problematisch sind, erfahren Sie hier.
Kalzium hemmt Wirkung
Zum Frühstück essen die Deutschen am liebsten Milchprodukte mit Müsli oder belegte Brötchen. Für alle, die morgens Medikamente einnehmen müssen, kann das problematisch werden. Milch und Milchprodukte wirken sich negativ auf Tabletten gegen Osteoporose (Knochenschwund) und Präparate mit Fluoriden, Schilddrüsenhormonen oder bestimmten Antibiotika aus. Das Kalzium in der Milch hemmt den Transport der Medikamente ins Blut und damit ihre Wirkung. Gleiches gilt für kalziumhaltige Arzneien. Sojaprodukte mildern die Wirkung von Präparaten für die Schilddrüse.

In diesen Fällen verzichten Sie am besten auf den Genuss von Milch- und Sojaprodukten oder passen in Absprache mit dem behandelnden Arzt die Dosierung der Arzneien an. Müsli, Brot und Brötchen hemmen die Aufnahme von Schmerzmitteln durch den Körper. Paracetamol beispielsweise wirkt mit kohlenhydratreichem Essen nur halb so gut.

Bei Asthma wenig Pfeffer
Eiweißreiche Lebensmittel mit langen Lagerzeiten wie Käse, Salami, Salzheringe, Sauerkraut oder Rotwein enthalten Tyramin. Genießt man sie in Kombination mit Antidepressiva, so genannten MAO-Hemmern, droht ein erhöhter Blut- und Hirndruck. Dem beugen Sie vor, wenn Sie die Arzneien mindestens zwei Stunden vor oder nach dem Essen oder Trinken einnehmen. Asthmatiker, die auf theophyllinhaltige Mittel angewiesen sind, würzen am besten sparsam mit schwarzem Pfeffer. So vermeiden Sie eine Überdosierung des Wirkstoffs.

Vorsicht ist für alle Naschkatzen geboten. Wenden sie langfristig entwässernde Mittel (Diuretika) an, ist Lakritze tabu. Die Leckerei senkt den Kaliumspiegel erheblich, was zu Muskelschwäche, Schläfrigkeit und schwachen Reflexen führt. Bei regelmäßiger Einnahme von Kortison empfiehlt sich eine zucker-, salz- und fettarme Ernährung. Die Nährstoffe werden sonst in großen Mengen gespeichert. Kortisontabletten nehmen Sie am besten morgens zwischen sechs und neun Uhr ein. Dann produziert der Körper Cortisol, einen körpereigenen Verwandten des Wirkstoffs.

Tabletten immer mit Wasser schlucken

Grundsätzlich sollten Sie Medikamente immer mit viel Flüssigkeit einnehmen. Alkohol scheidet dafür aus. Er verstärkt die Wirkung von Antidepressiva, Psychopharmaka, Schlaf- und Beruhigungsmitteln und Blutdrucksenkern. Auch Fruchtsäfte sind nicht empfehlenswert. Grapefruitsaft führt zur Überdosierung von Betablockern, Schmerz- und Schlafmitteln und Antiallergika. Werden Herztabletten mit dem Wirkstoff Nifedipin mit dem Saft geschluckt, sind Blutdruckabfall, Herzrasen und Kopfschmerzen die Folge. Selbst Mineralwasser kann in Kombination mit Osteoporosemitteln Wechselwirkungen hervorrufen. Deshalb gilt: Medikamente nur mit Leitungswasser einnehmen.

TCP Apotheken OHG

Die TCP Apotheken OHG, ist eine Kooperationsgemeinschaft vierer regionaler Apotheken im Raum Reichenbach und Zwickau. Eine dieser Apotheken ist die Schwan-Apotheke in Meerane.
Informationen zu den drei weiteren TCP Apotheken erhalten Sie hier:
Alte Stadtapotheke Reichenbach | Reichenbach Apotheke am Solbrigplatz | Reichenbach Oberplanitzer Apotheke  | Oberplanitz

News

Lungenkrebsscreening für Rauchende
Lungenkrebsscreening für Rauchende

Soll im April losgehen

Je eher man eine Krebserkrankung erkennt, desto besser kann man sie behandeln. Das gilt auch für den Lungenkrebs. Bisher gab es in Deutschland kein Lungenkrebs-Screening auf Kassenleistung. Das wird ab April 2026 endlich anders – zumindest für bestimmte Risikogruppen.   mehr

Schwangere sollten Jod einnehmen
Schwangere Frau bei der TAbeltteneinnahme. Jod ist einer der Mineralstoffe, die in der Schwangerschaft unbedingt ausreichend zu Verfügung stehen sollten.

Schon vor der Empfängnis starten

Schwangere brauchen vermehrt Jod – und das am besten schon vor der Empfängnis. Jodreiche Ernährung reicht für die Versorgung meist nicht aus. Expert*innen empfehlen deshalb, das Spurenelement in Form von Tabletten einzunehmen.   mehr

Zu müde für Sport?
Zu müde für Sport?

Aktiver mit Kaffee und Tee

Eine Tasse Tee oder Kaffee pro Tag verhilft Frauen zu einem aktiveren Lebensstil mit mehr sportlicher Bewegung. Australische Forscher führen dies auf den anregenden Effekt des Koffeins zurück.   mehr

Haferkur gegen hohes Cholesterin
Haferkur gegen hohes Cholesterin

Messbarer Effekt

Haferkuren wurden schon in früheren Zeiten bei Diabetes empfohlen. Nun hat eine Studie untersucht, ob eine 2-tägige Haferdiät auch den Cholesterinspiegel senken kann.   mehr

Medikament verzögert Typ-1-Diabetes
Medikament verzögert Typ-1-Diabetes

Vor allem Kinder profitieren

Ein Typ-1-Diabetes muss immer mit Insulin behandelt werden. Es sei denn, man erkennt ihn schon im Frühstadium: Dann kann man mit einem neuen Antikörper die Entwicklung der Erkrankung um etwa 2 Jahre aufhalten – und damit auch erst einmal das Insulinspritzen.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Schwan-Apotheke OHG
Inhaber Carsten Albrecht, Thomas Schröder
Telefon 03764/20 00
Fax 03764/17 17 62
E-Mail info@schwan-apotheke-meerane.de