Neue Therapie bei Bluthochdruck


Gute Noten für Langzeit-Nutzen
Neue Therapie bei Bluthochdruck

Patienten, denen Blutdrucksenker nicht helfen, können sich die Nervenbahnen an der Niere veröden lassen, um den Blutdruck zu verringern. Österreichische Forscher stellten erstmals eine Studie über die Langzeit-Auswirkungen dieses Eingriffs vor.

Wenn Medikamente nicht helfen

Medikamente, die den Blutdruck senken, gibt es viele. Doch noch immer gibt es Menschen mit Bluthochdruck, denen sie nicht helfen oder die keines der Medikamente vertragen. Betroffene haben eine Alternative ohne Medikamente: die renale Denevierung. Dabei verödet ein Arzt die Nervenfasern an der Nierenarterie, um den Blutdruck zu senken. Denn die Niere reguliert die Aktivität verschiedener Blutdruck-Hormone und sendet Signale an das Gehirn, die den Blutdruck erhöhen können.

Der Eingriff ist minimal invasiv: Der Operateur schiebt eine kleine Sonde mit Hilfe eines Katheters von der Arterie der Leiste bis in die Arterie der Niere vor. In der Niere erhitzt er die Sonde mehrmals auf bis zu 70 Grad, um die Nervenenden an der Außenwand der Nierenarterie zu zerstören. Die Innenwand der Arterie bleibt unversehrt. Pro Niere wiederholt der Operateur das Veröden an vier bis sechs verschiedenen Stellen der Arterie. Der Arzt überwacht während des gesamten Eingriffs mittels Röntgensicht die Lage der Sonde. Der Patient bekommt von all dem nichts mit. Er steht unter Vollnarkose. 

Ansprechrate von 100 Prozent

Eine Studie der MedUni Graz zum Langzeit-Nutzen des Eingriffs bescheinigt der renalen Denevierung gute Erfolge. Innerhalb eines Jahres nahm der Blutdruck der Patienten um durchschnittlich 28/10 mmHg ab. Helmut Brussee, Kardiologe an der MedUni Graz weist in einem Pressetext-Interview darauf hin: „Je länger die Beobachtungsdauer, desto besser die Ansprechrate, die nach drei Jahren bereits 100 Prozent beträgt.“

In Österreich behandelten die Ärzte 230 Patienten mit der renalen Denevierung. Gefäßverletzungen oder Komplikationen während des Eingriffs blieben bislang aus. Menschen mit dünnen Gefäßwänden oder Nierenstents kommen allerdings aufgrund des Risikos Gefäße zu verletzen für den Eingriff nicht in Frage. Nutzen und Risiko des Eingriffs sollten Betroffene im Einzelfall abwiegen. Zur Zielgruppe zählen vor allem Patienten, bei denen die medikamentöse Therapie versagt. Ein Facharzt informiert Betroffene und hilft bei der Entscheidung für eine Therapieform.

TCP Apotheken OHG

Die TCP Apotheken OHG, ist eine Kooperationsgemeinschaft vierer regionaler Apotheken im Raum Reichenbach und Zwickau. Eine dieser Apotheken ist die Schwan-Apotheke in Meerane.
Informationen zu den drei weiteren TCP Apotheken erhalten Sie hier:
Alte Stadtapotheke Reichenbach | Reichenbach Apotheke am Solbrigplatz | Reichenbach Oberplanitzer Apotheke  | Oberplanitz

News

Früher mit dem Zukleben starten

Kleiner schielender Junge in Großaufnahme.

Sehschärfe beim Schielen retten

Erst vier bis sechs Monate Brille tragen und dann das gesunde Auge abkleben – das ist die Strategie für die meisten Schielkinder. Doch offenbar entwickelt sich die Sehschärfe besser, wenn man deutlich früher mit dem Zukleben beginnt.   mehr

Hochdruck behandeln beugt Demenz vor
Hochdruck behandeln beugt Demenz vor

Therapietreue lohnt

Einen erhöhten Blutdruck zu senken schützt nicht nur vor Herzinfarkt und Schlaganfall: Wer als Hochdruckpatient*in seinen Blutdruck konsequent im Griff hat, hat ein geringeres Risiko, an einer Demenz zu erkranken.   mehr

Wie Babys sicher schlafen
Wie Babys sicher schlafen

Auch im Krankheitsfall

Wie schläft ein Baby am sichersten? Zur Vorbeugung des Plötzlichen Kindstodes (SIDS) gibt es dazu lang etablierte Regeln. Nur halten sich die Eltern nicht in jedem Fall daran, wie eine neue Studie zeigt.   mehr

Peptide zum Selbstspritzen
Peptide zum Selbstspritzen

Gefährlicher Trend

Peptide sind in den sozialen Medien der letzte Schrei. Sie werden mit Insulinspritzen unter die Haut injiziert und sollen wahre Wunder vollbringen. Die angepriesenen Wirkungen reichen vom Muskelaufbau bis zur mentalen Leistungssteigerung. Ein riskanter Trend.   mehr

Lungenkrebsscreening für Rauchende
Lungenkrebsscreening für Rauchende

Soll im April losgehen

Je eher man eine Krebserkrankung erkennt, desto besser kann man sie behandeln. Das gilt auch für den Lungenkrebs. Bisher gab es in Deutschland kein Lungenkrebs-Screening auf Kassenleistung. Das wird ab April 2026 endlich anders – zumindest für bestimmte Risikogruppen.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Schwan-Apotheke OHG
Inhaber Carsten Albrecht, Thomas Schröder
Telefon 03764/20 00
Fax 03764/17 17 62
E-Mail info@schwan-apotheke-meerane.de