Angina pectoris trotz Bypass


Gefäßkrämpfe als häufige Ursache
Angina pectoris trotz Bypass

Angina pectoris – wiederkehrender Schmerz im Brustkorb – geht oft auf eine Mangeldurchblutung des Herzmuskels zurück. Kann diese als Ursache ausgeschlossen werden, sind häufig Gefäßkrämpfe verantwortlich.

Angina pectoris: nicht immer sind Gefäßverengungen die Ursache

Bei Angina pectoris kommt es zu Druckgefühlen und Schmerzen im Brustbereich, oft auch Atemnot. Häufig kennzeichnet die Angina pectoris eine koronare Herzerkrankung (KHK). Dabei sind die Herzkrankgefäße verengt – jene Gefäße, die den Herzmuskel mit Blut und Sauerstoff versorgen. Beeinträchtigen die Engstellen in den Gefäßen die Lebenserwartung und lindert eine Medikamentengabe Angina pectoris-Anfälle nicht, hilft vielen Betroffenen eine Bypass-Operation oder Stentbehandlung. Doch auch nach einer Bypass-Operation berichten viele Patienten über wiederkehrende Angina-pectoris-Beschwerden – selbst dann, wenn keine behandlungsbedürftigen Verengungen der Herzkranzgefäße mehr nachweisbar sind. In diesen Fällen blieb die Ursache der Beschwerden oft unklar.

Gefäßkrämpfe führen zu Angina pectoris-Beschwerden

Eine Studie des Bosch-Krankenhauses in Stuttgart ergab nun: Häufig liegen die Ursachen in Gefäßkrämpfen, den sogenannten Koronarspasmen. Im Unterschied zur koronaren Herzkrankheit liegt bei Gefäßkrämpfen keine permanente Verengung der Herzkranzgefäße vor, sondern die Gefäße ziehen sich nur vorübergehend krampfartig zusammen.

Acetylcholintest diagnostiziert Gefäßkrämpfe

Der Kardiologe Dr. med. Peter Ong und seine Kollegen wiesen mithilfe eines neuen Tests, dem Acetylcholintest (ACH-Test), nach, ob eine Neigung zu Gefäßkrämpfen am Herzen besteht. Dazu spritzten die Forscher den körpereigenen Stoff Acetylcholin (ACh) in verschiedenen Dosierungen in das zu untersuchende Herzkranzgefäß. Gesunde Herzkrankgefäße weiten sich dabei zunehmend auf. Bei erkrankten Gefäßen kommt es dagegen nach Einspritzen des Mittels zu einem Gefäßkrampf.

Gefäßkrämpfe sind mit Medikamenten behandelbar

Auf diese Weise untersuchten Dr. Ong und seine Kollegen 40 Patienten, die nach einer Bypass-Operation am Herzen wiederkehrende Angina pectoris hatten, aber keine bedeutsamen Verengungen der Herzkranzgefäße oder der Bypässe aufwiesen. Bei 78 Prozent der Patienten zeigte sich eine Verkrampfung der Herzkranzgefäße als Ursache für die Beschwerden. „Der Test ist bei diesen Patienten nützlich, um die Ursache der Beschwerden rasch zu klären und eine zielgerichtete medikamentöse Therapie einleiten zu können. Diese besteht neben der medikamentösen Therapie der koronaren Herzkrankheit in der Regel aus Calziumantagonisten und Nitratpräparaten“, erläutert Dr. Ong.

TCP Apotheken OHG

Die TCP Apotheken OHG, ist eine Kooperationsgemeinschaft vierer regionaler Apotheken im Raum Reichenbach und Zwickau. Eine dieser Apotheken ist die Schwan-Apotheke in Meerane.
Informationen zu den drei weiteren TCP Apotheken erhalten Sie hier:
Alte Stadtapotheke Reichenbach | Reichenbach Apotheke am Solbrigplatz | Reichenbach Oberplanitzer Apotheke  | Oberplanitz

News

Was kann der Reishi-Pilz?
Was kann der Reishi-Pilz?

Vom Baum in die Kapsel

Immer wieder geistern neue Ernährungstrends durch das Internet. Momentan ist der Reishi-Pilz in aller Munde. Als Pulver oder Extrakt soll er z. B. den Blutzucker bei Diabetes senken und Krebs bekämpfen. Stimmt das?   mehr

Stillen reduziert Blutkrebs-Risiko
Kind wird an der Mutterbrust gestillt.

Baby an die Brust!

Krebs ist bei Kindern zum Glück selten. Wenn sie aber daran erkranken, entwickeln sie häufig eine Leukämie. Diesem Blutkrebs kann offenbar mit Stillen vorgebeugt werden.   mehr

Was man zu B12-Mangel wissen sollte
Frau mit Konzentrationsproblemen hinter ihrem Computer. Dem kann auch ein Vitaminmangel zugrunde liegen.

Mehr als schlapp und müde

Ein Vitamin-B12-Mangel betrifft nur Menschen, die sich vegan ernähren? Und mit einem Präparat aus dem Supermarkt ist schnell wieder alles in Ordnung? Hier sind Fakten, die Schluss mit Mythen um den Vitamin B12-Mangel machen.   mehr

Sport gegen Depression?
Sport gegen Depression?

Bewegung scheint zu helfen

Viele kennen es aus dem Alltag: Nach dem Sport kommt man auf bessere Gedanken. Doch funktioniert das auch bei Depressionen?   mehr

Gichttherapie schützt das Herz
Gichttherapie schützt das Herz

Runter mit der Harnsäure!

Wer seine Gicht-Medikamente regelmäßig einnimmt, profitiert doppelt. Denn niedrige Harnsäurewerte schützen nicht nur vor einem schmerzhaften Gichtanfall. Auch die Gefahr für Herzinfarkt oder Schlaganfall sinkt dadurch.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Schwan-Apotheke OHG
Inhaber Carsten Albrecht, Thomas Schröder
Telefon 03764/20 00
Fax 03764/17 17 62
E-Mail info@schwan-apotheke-meerane.de